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Mein Leben in Musik

Musik und Mode, Mode und Musik –
beide sind so wichtig für einander wie für unsere UO Womenswear Designassistentin – Verity Pemberton. Schlagzeug, Zombies und David Bowie haben ihr Leben und ihren Stil geprägt. Wir erzählen Ihnen, wie.

    Wie beeinflusst Musik deine Designs?
  • Ich glaube, Musik beeinflusst den Kleidungsstil der Leute und damit auch meine Art, zu designen. Vor ein paar Jahren haben die Leute in der Indie-Szene begonnen, Röhrenjeans zu tragen. Der Look fand den Weg in Street Style-Blogs und dann auch in die Läden. Heute tragen zum Beispiel alle Creepers. Früher gehörten die nicht zum Mainstream.

  • Wo lässt du dich sonst noch inspirieren?
  • Ich gehe aus und schaue, was die Leute in Clubs oder auf Konzerten tragen. Ich schaue mir an, was andere Mädels tragen. Ich achte auf kleine Details, Styling-Details, die ein Outfit ausmachen, und nicht so aussehen, als hätte man einfach einen Artikel genommen und ihn jemandem angezogen.

  • Gehst du auch auf Musik-Festivals?
  • Viele Leute von Urban Outfitters gehen auf unterschiedliche Festivals. In diesem Jahr war ich auf keinem, aber ich war schon auf dem Bestival und der Secret Garden Party. Ich mag lieber kleinere Festivals, da herrscht eine gemütlichere Atmosphäre. Ich ertappe mich dann selbst dabei, wie ich mich umsehe, und denke „das gefällt mir“ oder „sie trägt ein schönes Kleid“.

  • Florence Welch trug einige meiner Designs bei ihren Auftritten, das war echt cool.

    Erzähl uns mehr über deinen Musikgeschmack ...
  • Ich glaube, ich lebe in der Vergangenheit! Mit moderner Musik kenne ich mich nicht wirklich gut aus. Mir gefallen Patti Smith, The Doors und David Bowie – die Zeit etwa. Ich habe kürzlich Bücher von Patti Smith und Keith Richards gelesen, die mich auch in Sachen Mode inspiriert haben. Ich glaube, der Rock And Roll-After-Party-Stil ist wieder groß im Kommen, wenn auch nicht auf dem Laufsteg. Frauen wie Marianne Faithfull und Anita Pallenberg hatten ihren eigenen Kleidungsstil. Sie trugen auch Herrenstücke und kreierten so strenge Looks.

  • Hat deine Familie deinen Musikgeschmack beeinflusst?
  • Ja, meine Schwester liebt Jazz und mein Bruder ist Filmkomponist. Sein Zimmer war neben meinem, also musste ich immer seine Musik mithören, ich hatte gar keine andere Wahl. Er stand auf Ambient-Musik wie KLF, Massive Attack und Brian Eno.

  • Spielst du irgendein Instrument?
  • Ich spiele Schlagzeug, und zwar schon seit ich 11 war. Ich habe nie in einer Band gespielt, aber in meinem Zimmer fanden gelegentlich Jamming Sessions statt – da ging es stets hoch her.

    Wie stellst du deine Musik zusammen?
  • Ich lade nicht viel Musik herunter. Mein Freund hat einen richtig guten Geschmack und gibt mir oft Musik, die mir gefällt. Ich liebe Platten. Mein Onkel ist besessen davon, er hat eine riesige Sammlung und ich bekomme oft Zeug von ihm, das sehr außergewöhnlich ist. Natürlich höre ich auch CDs. Ich habe früher viel Punk gehört. Die erste Band, die mir gefiel, war Less Than Jake mit dem Album The Pez Collection. In der Schule gab es ein Mädel, das auf die stand, und da sie wirklich cool war, fuhr ich auch auf die Band ab.

  • Wenn du für den Rest deines Lebens nur ein Album hören könntest, für welches würdest du dich entscheiden?
  • The Zombies, The Kinks oder The Doors. Vielleicht The Zombies. Ich mag The Zombies wirklich.

  • Welche Lieder bringen dich garantiert zum Weinen?
  • Jeff Buckley – Hallelujah. Ich weiß selbst nicht, warum. Ich nehme an, weil es mich an das Finale von The O.C. erinnert, das ich unzählige Male angeschaut habe. Ja – traurig, ich weiß!

  • Erzähl uns von deinem Blog:
  • Mein Blog ist eine Mischung aus Mode und Kunst. Ich erzähle dort über alles, was mich inspiriert, und die Einträge sind gut recherchiert. Ich verwende den Blog auch als Vorwand dafür, interessante Leute zu interviewen. Letztens habe ich einen mega-inspirierenden Schmuckdesigner interviewt: http://theydontknowyet.com/

  • Wenn du irgendeinen Musiker einkleiden dürftest, für wen würdest du dich entscheiden?
  • Ich habe bereits Florence Welch eingekleidet. Sie trug einige meiner Designs bei ihren Auftritten, das war echt cool.

  • Wo stöberst du nach Kleidung und Musik?
  • Ich liebe Vintage-Märkte. Auch die Antiquitätenmärkte in Battersea und Hammersmith gefallen mir. In meiner Nähe gibt es auch einen coolen Laden namens G'day, der einmal wöchentlich geöffnet hat. Dort habe ich eine Jacke von Christian Dior für 40 £ erstanden.

  • Wird Musik in deinem Leben immer eine große Rolle spielen?
  • Ja, natürlich. Mir ist langweilig, wenn ich nicht irgendetwas anhöre. Ich mag die Gefühle, die Musik bei mir auslösen kann. Ich höre immer „Friday on my Mind“ von den Easybeats und das selbst montags, weil der Song einfach so gut ist! Bei meiner Abschluss-Modenschau im College wurde The Sonics - Money (That's What I Want) gespielt!

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